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Mini-Schweizereisen oder Mini-Glühstoffeisen

Freilichtmuseum Roscheider Hof Hausrat [HR 391]
Mini-Schweizereisen (Freilichtmuseum Roscheider Hof CC0)
Provenance/Rights: Freilichtmuseum Roscheider Hof / Helge Klaus Rieder (CC0)
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Description

Bügeleisen werden seit dem 17. Jahrhundert zum Glätten der Wäsche verwendet. Die ersten Bügeleisen bestanden aus einer Metallplatte und einem bügelartigem Griff. Daher auch der Name.

Das Bügeleisen ist sehr klein. Für ein Kinderbügeleisen ist es jedoch etwas zu groß und zu schwer und Kinder ein glühend heißes Bügeleisen war sicher kein Kinderspielzeug. So ist der Einsatz zum Bügeln kleiner Objekte wie Spitzen oder Krägen naheliegender.

Auffällig bei diesem Eisen sind insgesamt 16 Löcher direkt über dem Boden. Es hat damit die typische Eigenschaft eines Schweizereisens, könnte aber auch (da ohne Rost) als Glühstoffeisen genutzt worden sein. Allerdings besitzt es (noch) nicht die für spätere Glühstoffeisen typischen Rippen im inneren des Eisens.

Glühstoff ist eine Art Holzkohlenbrikett, gepulverte Holzkohle, die mit Teer und Natronlauge behandelt in Form gepresst und verkokt (entgast) wurde. Glühstoff diente zum Kochen, Plätten, Bügeln, Warmhalten etc.

Ein sogenannter Glühbolzen wurde zum Bügeln außerhalb des Eisens angezündet und in das Eisen eingeführt. Er konnte bis zu 10 Stunden ununterbrochen glühen und so das Fortarbeiten ermöglichen. Im Vergleich zum Kohlebügeleisen hat er kaum Staub, Ruß und Giftgase emittiert. Diese Fortschritte wurden nicht nur in Fachzeitschriften ausführlich beworben.

In den aufklappbaren Deckel eines Glühstoffeisens konnte der außerhalb des Eisens angezündete Glühstoff eingefüllt werden. Die Bügelsohle besteht aus dickem Eisenblech, der Glühstoffbehälter besteht aus dünnerem Eisen. Die Bügelsohle ragt in hinteren Teil über den Kohle- bzw. Glühstoffbehälter heraus. Mit einer Klappe auf der Rückseiten, unten über der Bügelsohle, konnte Asche ausgeschüttet werden. in Holzgriff ist mit Eisenbändern und Nieten am Deckel befestigt. Vor dieser befindet sich ein gusseisener Knauf mit dem der Deckel verschlossen und wieder geöffnet werden konnte. An allen drei Seiten des Bügeleisens befinden sich ganz unten und ganz oben kleine Löcher zur Ermöglichung der Luftzirkulation.

Leider keine Informationen zum Hersteller. An der Unterseite des Deckels befindet sich die Ziffer (Gussmarke?) 8.

Material/Technique

Eisen, ursprünglich vernickelt. Die Vernickelung ist nur noch an wenigen Stellen vorhanden, der Rest ist wegegeputzt.

Measurements

Länge: 13 cm, Höhe: 17 cm, Breite: 5,5 cm, Stückzahl: 1

Part of

Literature

  • Marianne Strobel (1987): Alte Bügelgeräte. München
Freilichtmuseum Roscheider Hof

Object from: Freilichtmuseum Roscheider Hof

Das Freilichtmuseum Roscheider Hof ist ein Museum der Alltagskultur an Mosel, Saar und den umgebenden Mittelgebirgen. Den Kern des...

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