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Wilhelm Samuel Weigelt (1816-1897)

Im Januar 1842 übernahm Wilhelm Samuel Weigelt bis ins Jahr 1865 die Verantwortung für die Kunstgussabteilung. Weigelt, am 29. Juli 1816 in Stargard (Pommern) geboren, in Koblenz aufgewachsen, 1834 Lehrling bei Heinrich Zumpft in der Sayner Hütte, weiter ausgebildet bei den Bildhauern Imhoff in Köln und Scholl in Mainz, besuchte ab Oktober 1838 die Akademie der Künste in München. 1841 bewarb er sich mit zwei von ihm entworfenen Wachsreliefs bei den Behörden in Berlin auf die Stelle des Chefmodelleurs der Sayner Hütte, die er am 1. Januar 1842 auch antritt. Bei den Wachsreliefs handelt es sich einmal um die Darstellung von Schloss Stolzenfels sowie um die in den Jahren 1831-1839 erbaute Pfarrkirche in der Au bei München (heute: Mariahilfplatz, im Stadtteil Au, in München). Er schuf in den folgenden Jahren die Modelle zu den Sayner Neujahrsplaketten und entwarf im Auftrag des Fürsten Ludwig Adolph Friedrich zu Sayn-Wittgenstein-Sayn im Jahre 1859 für das Grabmal des Grafen Heinrich III., nach dem Vorbild der Laacher Tumba des Pfalzgrafen Heinrich, eine Sandsteintumba im neugotischen Stil mit kleinem gusseisernen Baldachin. Während der Tätigkeit Weigelts auf der Sayner Hütte wendet man sich bereits schwerpunktmäßig dem Guss von Grabmälern, Gittern, Wendeltreppen und Öfen zu. So soll Weigelt u. a. die Modelle für die Wendeltreppe in der Kapelle von Schloss Stolzenfels und an den Gussarbeiten für Schloss Sayn (Fenstergewände, Brunnen, Treppen, Geländer) maßgeblich beteiligt gewesen sein. Nach dem Verkauf der Hüttenanlage an den Geheimen Kommerzienrat Alfred Krupp, wird Weigelt am 1. Juli 1865, als Nachfolger des Friedrich Wilhelm Ludwig Beyerhaus, an die Gießerei in Gleiwitz (Oberschlesien) versetzt, wo er als Modelleur tätig ist. Da die Kunstgussabteilung in Gleiwitz immer weniger zu tun hat, muß Weigelt sich auf die Fertigung von Modellen für den Bau- und Maschinenguss umstellen. 1872 wird Weigelt entlassen und die seit 1798 eingerichtete Kunstgussabteilung der Gleiwitzer Hütte aufgelöst. 1874 zieht er mit seiner Familie nach Lüneburg, wo er am 16. März 1897 stirbt.

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Sayner Neujahrsplakette 1859, "Kirche zu Wissel bei Calcar" mit EtuiSayner Neujahrsplakette 1846, Abteikirche AltenbergSayner Neujahrsplakette 1848, Südportal des Kölner DomsSayner Neujahrsplakette 1854, St. Maria zur Wiese in Soest (Westfalen)Sayner Neujahrsplakette 1859, Kirche in Wissel bei KalkarSayner Neujahrsplakette, Kirche zu Kempen
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[Relation to person or institution] Georg Osterwald (1803-1884)
[Relation to person or institution] Frederick William IV of Prussia (1795-1861)

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