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Naturhistorisches Museum Mainz / Landessammlung für Naturkunde Rheinland-Pfalz Bibliothek und Archiv [o. Inv.]

Prof. Dr. Heinz Tobien

Prof. Dr. Heinz Tobien (Naturhistorisches Museum Mainz / Landessammlung für Naturkunde Rheinland-Pfalz CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Naturhistorisches Museum Mainz / Landessammlung für Naturkunde Rheinland-Pfalz (CC BY-NC-SA)

Description

Heinz Tobien wurde am 8. April 1911 in Braunschweig geboren. Der Lebensweg des hochbegabten Schülers (Studienstiftler) führte als Student über Berlin und München nach Freiburg i. Br. Dort promovierte er 1935 bei dem Geologen und Paläontologen Prof. W. Soergel über die eiszeitlichen Hasenartigen (Lagomorphen) auf Sardinien und schaffte es noch, sich 1941 zu habilitieren, bevor der Krieg ihn durch Russland bis an den Kaukasus verschlug. Der junge Privatdozent konnte glücklicherweise bereits 1945 nach Freiburg zurückkehren, wo er 1949 zum apl. Professor ernannt wurde.
Ursprünglich hatte die Rheinische Naturforschende Gesellschaft Heinz Tobien als Direktor für das wiederzueröffnende Naturhistorische Museum favorisiert. Durch das Zögern der Stadt kam es jedoch nicht dazu. Schließlich wechselte Tobien 1950 nach Darmstadt zum Hessischen Landesmuseum, um dort die Leitung der Geologisch-Paläontologischen Abteilung zu übernehmen. Die Wiedereinrichtung der entsprechenden Schausammlung war sein Verdienst.
1955 holte Prof. Horst Falke, der Leiter des Geologisch-Paläontologischen Instituts in Mainz, Tobien an die Mainzer Universität, wo er 1956 zuerst nur zum außerordentlichen Professor ernannt wurde. Hier baute er aus dem Nichts mit einem Minimum an Personal und Mitteln zunächst den mager ausgestatteten Lehrstuhl zur Paläontologischen Abteilung und schließlich zum eigenständigen Institut für Paläontologie aus; letzteres wurde im Zuge der Universitätsreformen in das heutige Institut für Geowissenschaften eingegliedert.
Durch seine Arbeiten, speziell über tertiäre Säugetiere, hatte Tobien internationale Anerkennung gefunden und folgte 1963/64 der Einladung auf eine Gastprofessur nach Berkeley/Calif. in die USA. Der Schwerpunkt der Untersuchungen von Tobien galt den für zeitliche Datierungen wie auch zur Lösung von Evolutionsfragen besonders geeigneten Kleinsäugerzähnen. Doch die Spannweite seiner Publikationen schloss Untersuchungen an großen Huftieren bis hin zu Elefanten ein. 1978 wurde Tobien zwar emeritiert, blieb aber bis kurz vor seinem Tod dem Institut verbunden. Eine ganz erstaunlich große Zahl von Aufsätzen wurde von ihm noch in seinem Instituts-Refugium, einem schlichten, aber ruhigen Kellerbüro erarbeitet. Am 14. März 1993 verstarb Heinz Tobien und ist in seinem Wohnort in Ingelheim am Rhein begraben worden. Seine schwere Krankheit hatte ihn besiegt. Kaum mehr als ein/zwei Wochen zuvor hatte er noch den Steinbruch in Mainz-Weisenau mit Geologen besucht.
Die Umfangreiche Bibliothek und Sonderdrucksammlung von Heinz Tobien befindet sich heute im Naturhistorischen Museum Mainz.

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[Last update: 2017/04/29]

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