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Stadtmuseum Simeonstift Trier [VI.22]

Klappsekretär

Klappsekretär (Stadtmuseum Simeonstift Trier RR-R)
Provenance/Rights: Stadtmuseum Simeonstift Trier (RR-R)
"Klappsekretär

Provenance/Rights: 
Stadtmuseum Simeonstift Trier (RR-R)

"Klappsekretär

Provenance/Rights: 
Stadtmuseum Simeonstift Trier (RR-R)

Description

Dieser Secrétaire à abattant besitzt einen geraden, rechteckigen Korpus aus Eiche mit abgerundeten Vorderkanten. Die Konstruktion besteht aus vier Pfosten, die bis in die Füße fortgesetzt sind, welche an Seiten und Front mit einer flach gebogenen Abschlussleiste verbunden sind. Unter dem gekehlten Gesimsschub findet sich die aufklappbare, im Inneren ebonisierte Schreibplatte, ein Kommodenteil mit zwei Schubladen und ein dritter schmaler Schub im Bereich des unteren abschließenden Sockels. Der obere, konvex/konkave Abschluss steht an Seiten und Front leicht über. Die Fassadengestaltung des Möbels ist vor allem durch das lebendige Furnierbild aus Nussbaum geprägt, das gespiegelt aufgebracht ist. Ein Buchsbaumfaden rahmt alle Möbelelemente: Deckplatte, Gesimsschub, Schreibklappe, Schubladen und Füße und hebt so auf dezente Weise jedes konstruktive Element hervor. Die schlichten Schlüsselbuchsen der Schreibklappe und der beiden Schübe des Kommodenteils sind in Horn gearbeitet. Das Eingerichte wurde direkt in das Möbel eingearbeitet. Es ist als Ädikula-Architektur gestaltet, die jeweils von vier kleinen Schubladen und einem offenen Fach flankiert wird. Zwei kleine Säulen rahmen eine untere Schublade sowie das darüberliegende Fach und tragen einen Schub, dessen Front einen Dreiecksgiebel zeigt, der von drei ebonisierten Leisten gebildet wird. Darüber befindet sich ein offenes, über die gesamte Breite reichendes Fach. Alle aus Nussbaum gearbeiteten Schübe besitzen mit Rüstermaser furnierte Fronten und als Handhaben kleine Messingknöpfe. Anhand der Spuren in den zwei seitlichen und dem großen durchgehenden oberen Fach ist davon auszugehen, dass diese ursprünglich ebenfalls Schübe besaßen, die heute allerdings verloren sind. Der Sekretär zeigt die Formen der Zeit um 1830. Die Betonung der einzelnen Elemente von Kommode, Schreibfach und Gesimsschub, wie sie beim Klappsekretär mit vorgestellten Säulen zu finden war, wird aufgegeben. Das Möbel wird nun als ein einheitlicher Korpus behandelt. Lediglich in der feinen Fadenrahmung der einzelnen Elemente ist ein Rest der vorher üblichen Trennung erhalten. Architektonische Elemente sind komplett aufgegeben. Auch sind die Formen gerundet, was an der Deckplatte, den Pfosten der Front, dem Sockel und in dem gekehlten Gesims mit Schublade zu sehen ist. Das Möbel besitzt die für die Zeit um 1830 typischen weichen, gerundeten Formen und eine zurückgenommene Betonung der konstruktiven Elemente. Auch zeigt es in seinen kompakten Proportionen eine gewisse Strenge. Daher ist der Sekretär, wie schon Georg Himmelheber erläuterte, in den westdeutschen Raum zu verorten.

(Der Text ist mit genauen Quellenangaben und Fußnoten im Katalog zur Ausstellung "Aufgemöbelt - Historische Möbel aus der Sammlung des Stadtmuseums Simeonstift" nachzulesen.)

Material/Technique

Eiche, Weichholz, Nussbaumwurzel, Buchsbaum, Nussbaum, Pflaume, Horn, Messing, Eisen

Measurements

H 161 cm, B 109.5 cm, T 53.5 cm

Stadtmuseum Simeonstift Trier

Object from: Stadtmuseum Simeonstift Trier

Das Museum ist ein stadtgeschichtliches Museum mit Sammlungsschwerpunkten auf Zeugnissen der Trierer Stadtgeschichte sowie auf Kunst und Kultur der ...

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