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Historisches Museum der Pfalz, Speyer Weinmuseum (Sammlungsausstellung) [HM_0_0735 bis HM_0_0738]

Alte Weine aus der Königlich Bayerischen Hofkellerei

Alte Weine aus der Königlich Bayerischen Hofkellerei (Historisches Museum der Pfalz, Speyer CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Historisches Museum der Pfalz, Speyer / Kurt Diehl, Peter Haag-Kirchner (CC BY-NC-SA)

Description

Flaschen alter Weine aus den Beständen der Königlich Bayerischen Hofkellerei in der Residenz in München. Die Flaschen sind bezeichnet: 1540er Leistenwein, 1631er Steinwein, 1728er Leistenwein und 1822er Steinberger (Inventarnummern HM_0_7035 bis HM_0_7038). Sie stammen allesamt aus dem fränkischen Würzburg und gelangten von München aus am 16. März 1917 als Geschenk des letzten bayerischen Königs Ludwig III. an das Weinmuseum im Historischen Museum der Pfalz. Von den je vier Flaschen wurde je eine chemisch, eine biologisch und eine sensorisch untersucht. Die sensorische Prüfung fand am 24. Juni 1917 bei einer "Historischen Weinprobe" im Weinmuseum statt. Das Urteil der Sachverständigen fiel recht unterschiedlich aus. Überraschenderweise fand der 1540er noch am ehesten Gnade vor den "Zungensachverständigen". Das Jahr 1540 gilt in den alten Weinchroniken als besonders gutes Weinjahr. In Franken wurde es insgesamt der "dürre Sommer" genannt, weil von März bis September kaum Niederschlag fiel - an einigen Stellen konnte der Rhein durchschritten werden, und vielerorts war Wasser teurer als Wein. Nun hat man insbesondere die drei ältesten Weine, um die es hier geht, erst sehr viel später auf die Flasche gezogen, als es die Jahrgangsanga­ben vermuten lassen. Weinflaschen waren in Deutschland erst gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts üblich. Die hier verwendeten Flaschenformen stammen aus der Zeit um 1800, wobei die gedrungene, bauchige Form der 1540er und 1631er Flaschen etwas älter sein dürfte als die beiden schlanken Schlegelflaschen. Nach der Untersuchung der Weine blieb von den vier Jahrgängen nur noch jeweils ein Exemplar übrig. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte verdunstete in einigen Flaschen ein nicht unerheblicher Teil des Weines; auf der Oberfläche bildete sich nach Luftzutritt eine Schimmelschicht. Da eine Neuverkorkung zu risikoreich wäre, wurde versucht, durch eine vorsichtige Erneuerung der Versiegelung den weiteren Verfallsprozeß aufzuhalten. (Ludger Tekampe)

Material / Technique

Glas, Korken, Siegellack, Wein

Measurements ...

H 29-34 cm

Created ...
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Literature ...

Tags

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[Last update: 2017/04/29]

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