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Naturhistorisches Museum Mainz / Landessammlung für Naturkunde Rheinland-Pfalz Zoologische Sammlung [W1980/479]

Pyrenäen-Steinbock - Capra pyrenaica pyrenaica (Kitz)

Pyrenäen-Steinbock - Capra pyrenaica pyrenaica (Kitz) (Naturhistorisches Museum Mainz / Landessammlung für Naturkunde Rheinland-Pfalz CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Naturhistorisches Museum Mainz / Landessammlung für Naturkunde Rheinland-Pfalz / N. T. Back (CC BY-NC-SA)
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Description

Der Pyrenäen-Steinbock wurde im 19. Jahrhundert auf der französischen Seite der Pyrenäen ausgerottet; in den 1980ern gab es auf der spanischen Seite noch 30 Tiere, in den 1990ern gingen die Zahlen weiter zurück; das letzte lebende Exemplar, ein Weibchen, starb am 6. Januar 2000, womit die Unterart ausgestorben war. Da die Population streng geschützt und bewacht war, sind die Gründe des Aussterbens rätselhaft; vermutet wird eine Anfälligkeit für Infektionen, die von Rinder- und Ziegenherden ausgingen.
Der Pyrenäen-Steinbock wurde von Heinrich Rudolf Schinz im Jahre 1837 auf der Basis eines jungen männlichen Steinbocks im Museum Zürich und aufgrund von Abbildungen beschrieben, die ihm der Mainzer Notar Carl Friedrich Bruch, Vorsitzender der Rheinisch Naturforschenden Gesellschaft, von den in Mainz am Naturhistorischen Museum aufbewahrten Tieren, einem alten Bock, einer Geiß und einem Bock-Kitz (dem hier gezeigten) zukommen ließ.
Das Kitz ist etwa ein Viertel Jahr alt und ist das einzige belegte Jungtier der Art aus dieser Zeit - alle anderen Museen konzentrierten sich zur damaligen Zeit auf die "Sammlung" der Böcke. Damit wird anschaulich die Sammlungsstrategie von Bruch belegt, der - ausgehend von der Ornithologie - stets bemüht war von allen Arten ein Männchen, ein Weibchen und ein Jungtier zu bekommen (so z.B. auch bei den heute ebenfalls ausgestorbenen Quaggas). Nach Schinz stammen die Mainzer Tiere vom Passe Maladette auf der spanischen Seite der Pyrenäen. Geiß und Kitz wurden dort im Jahre 1836 gesammelt. Bruch studierte die Art an einer noch größeren Serie von Exemplaren und versorgte - aufgrund der schon damals gegebenen Seltenheit - im Anschluss die Museen in Straßburg, Wien und St. Petersburg mit je einem Bock aus den Mainzer Beständen - von St. Petersburg erhielt Bruch im Tausch ein Pärchen des Sibirischen Steinbocks (Capra sibirica) aus dem Altai-Gebirge.
Die Färbung des Bock-Kitz’ in der Veröffentlichung von Schinz entspricht nicht der wirklichen Färbung von Jungtieren, die wie die Weibchen aussehen. Er versuchte vielmehr die Fellfärbung des Kitz’ an die des erwachsenen, "reifen" Bockes "anzugleichen". Das Kitz des Pyrenäen-Steinbocks gehört zu den wenigen Belegen aus der Säugetiersammlung der Rheinisch Naturforschenden Gesellschaft, die die schwere Bombardierung des Naturhistorischen Museums am 27. Februar 1945 überstanden.

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[Last update: 2017/04/29]

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