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Blüchermuseum Kaub Dioramen [BMK19_1639]

Blücher und Wellington treffen sich nach der Schlacht von Waterloo 18. Juni 1815

Blücher und Wellington  treffen sich nach der Schlacht von Waterloo 18. Juni 1815 (D. Weber CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: D. Weber / D. Weber (CC BY-NC-SA)

Description

Waterloo - viele haben den Namen gehört, und sei es nur durch das Lied Waterloo, mit welchem die schwedische Popgruppe ABBA den europäischen Grand Prix de la Chanson gewonnen hat.
Die Schlacht, welche Europa veränderte und eine neue Ordnung zwischen den Staaten schaffte und in vielen Teilen Frieden bis 1864 brachte.
Der große Wunsch vieler Deutschen, eine Nation zu werden, wurde auf dem Wiener Kongress nicht erfüllt. Und Blücher, der auf diese Vereinigung gehofft hatte, schimpfte und polterte gegen die Diplomaten: „Nichtsnutze, Federfuchser, feilschen wie die Marktfrauen“ und vieles andere mehr.
Die Schlacht von Waterloo ist von vielen beschrieben worden und kann heute noch die Gemüter der Militärhistoriker erhitzen mit vielem „Wenn und Aber“.
(Bei einer Reenactment-Darstellung 2015 auf dem Schlachtfelde von Waterloo, hatte ich das Vergnügen neben einer Dame zu sitzen, die sich sehr bewundernd über die Franzosen ausdrückte und auch bedauerte, dass sie nicht gewonnen hatten. Ich sah mich veranlasst sie darauf aufmerksam zu machen: „My Lady, we beat them“. Sie wirkte beleidigt).
Hier auf sehr engem Raum sind über 100.000 Mann aufeinandergetroffen, um sich tot zu schlagen.
Die Schlacht begann gegen 13:00 Uhr mit den berühmten drei Schüssen einer Gardebatterie.
Die Hölle brach los! Achtzig Geschütze der Batterien eröffneten mit Schnellfeuer die Schlacht, bis zu dreimal in der Minute wurde gefeuert (Vorderlader!) 20 Minuten dauerte die Kanonade. Der Kampf wogte gnadenlos hin und her. Gegen 19:00 befahl Napoleon die fünfte Attacke auf das Zentrum von Wellington und durchbrach es mit der Garde. Wellington war besorgt, behielt aber die Ruhe und sagte mehrmals zu seinem Stabschef:
„Ich hoffe die Nacht oder Blücher kommt.“
Die Preußischen Truppen zerschlugen den rechten Flügel der Napoleonischen Armee und drangen in den Rücken des französischen Zentrums vor.
Napoleon befahl den Rückzug.
Die Schlacht endete gegen 21.30 Uhr, mit der ungeordneten Flucht der Franzosen.
Blücher und Wellington trafen sich gegen 21.40 Uhr bei dem Gasthofe „Belle- Alliance“ mit ihrer Begleitung.
„Quelle affaire!“, sagte Blücher und ließ dann Gneisenau ein paar Worte übersetzen, dass die Preußen die Verfolgung aufnehmen würden.

Am 4. Juli 1815 schreibt Blücher an seine Frau:
„…..In meinem letzten Brief sagte ich, das du den nächsten aus Paris erhalten sollst; du siehst das ich Wort halte. Aber ich habe gestern und heute wieder 3000 Mann verloren; ich hoffe zu Gott, es sollen die letzten in diesem Kriege sein; ich habe das Morden zum Überdruss satt.
Paris ist mein: Das französische Militär marschiert hinter die Loire, und die Stadt wird mich übergeben. Die unbeschreibliche Bravour und beispiellose Ausdauer meiner Truppen nebst meinem eisernen Willen verdanke ich alles.
Ich kann dich heute nicht mehr schreiben ich bin zu sehr beschäftigt und zu matt…….. Das Blutvergiessen wird aufhören“.
Blücher nimmt seinen Abschied vom preußischen Militär im Alter von 74 Jahren und ist somit über 50 Jahre Soldat gewesen.
Er zieht sich auf sein Gut Kriblowitz in Schlesien zurück und stirbt dort am 12. September 1819.

Material/Technique

Holz, Zinn, Zinnfiguren

Measurements

36 x 25 cm

Keywords

Object from: Blüchermuseum Kaub

In der Neujahrsnacht 1813/14 überquerte Gerhard Leberecht von Blücher (1742-1819), preußischer Feldmarschall und Befehlshaber der schlesischen ...

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