museum-digitalrheinland-pfalz

Close

Search museums

Close

Search collections

Keramikmuseum Westerwald Historische Keramik [Lfd. Nr. 65; Inv.Nr. A 3243]

Kugelbauchkrug

Kugelbauchkrug (Keramikmuseum Westerwald CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Keramikmuseum Westerwald (CC BY-NC-SA)

Description

Westerwald um 1700

Steinzeug, grauer Scherben, salzglasiert, frei gedreht.

Vergleichbare Exponate:
MAK Köln, Kat. Nr. 533 - 537
KMW Höhr-Grenzhausen, Inv.Nr. A 2632
British Museum, London, (s. Gaimster S.264 - 266)

Literatur:
Falke II, S. 105, 109
Reineking v. Bock, S. 47,
Kessler, S. 71:
Francke, S. 183 - 212

Die Kugelbauchform ist wahrscheinlich so alt wie die Töpferei selbst. Sie wird sich alleine schon aus Gründen der Zweckmäßigkeit bei der Herstellung, des Brandes, und auch der Verwendung mehr oder weniger von selbst angeboten haben.

Bei uns findet man sie unter der Römischen Keramik so oft wie in der Fränkischen, der Pingsdorfer Ware wie beim frühen Rheinischen Steinzeug.

Als dekorativ gestalteter Gebrauchsgegenstand fand die Kugelform jedoch erst um die Mitte des 17.Jh. Verwendung. Falke schreibt, dass um 1670 die gedrungene Kugelbauchform in den Vordergrund getreten sei (II/S. 106). Auf Seite 99 sind jedoch Kugelbauchkrüge abgebildet, die er auf Anfang 17. Jahrhundert datiert.

Da diese Krüge in größerer Zahl auf dem ehemaligen Grundstück des Johann Kalb in Grenzau von Ernst Zais gefunden wurden und Kalb sein Haus 1621 gebaut hatte, dürfte die Einführung des Kugelstils in das zweite Viertel des 17. Jahrhunderts gelegt werden. Der hier vorgestellte Krug dürfte erst gegen Ende des 17.Jahrhundert bis zum Anfang des 18. hergestellt worden sein, da erst in dieser Zeit die Verzierungsform des Einritzens (Redtechnik) eingeführt wurde. Näheres hierzu und auch zur Beschränkung auf die Naturfarbe grau des Scherbens ist unter lfd. Nr. 60 aufgeführt.

Im vorliegenden Fall wurde mit einem zweizinkigen Instrument gearbeitet, die Rillen recht tief, aber schwungvoll eingeritzt.

Als Blütenauflagen wurden Beläge gewählt, wie sie in der Zeit des Barock zu hunderten geschaffen wurden (s. hierzu auch U. Francke). Der Krug hat einen flachen Zinndeckel.

Material/Technique

Steinzeug, grauer Scherben, salzglasiert, frei gedreht

Measurements

Höhe: 21 cm, Durchmesser 15 cm, (Bauch), 8 cm (Hals)

Created ...
... When [About]
... Where

Keywords

Object from: Keramikmuseum Westerwald

Bis in die Zeit der Urnenfeldkultur, etwa ab 1.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung, lässt sich die Tradition des Töpferhandwerks in dieser Region, ...

Contact the institution

[Last update: 2019/07/01]

Usage and citation

Cite this page
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.