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Keramikmuseum Westerwald Historische Keramik [Lfd. Nr. 29, Inv. Nr. A 101]

Krug - Krug mit Kreuzigung - Kugelbauchkrug

Krug - Krug mit Kreuzigung - Kugelbauchkrug (Keramikmuseum Westerwald CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Keramikmuseum Westerwald (CC BY-NC-SA)

Description

Westerwald, erste Hälfte 17. Jh.

Steinzeug, grauer Scherben, salzglasiert, Kobalt- und Manganbemalung, frei gedreht.

Vergleichbare Exponate:
MAK, Köln, Kat. Nr. 492
Britisch Museum, London
Victoria & Albert Museum, London
Rhein. Landesmuseum, Trier, Kat. Nr. 279
Mittelrhein. Landesmuseum, Mainz, Kat. Nr. 23

Literatur:
Falke, S. 108; Reineking v. Bock, S. 324
Gaimster, S. 176, 236
Assion "Westerwälder Steinzeug in Kapstadt", in "Hessische Heimat" 1985
Kessler "Zur Geschichte der Rh.- Westerwald Steinzeugs der Renaissance und des Barock"

Die Darstellung der Kreuzigung als Auflage an Gefäßen unterschiedlicher Gestalt ist im Laufe des 17. Jh. bis ins anfängliche 18. Jahrhundert immer wieder verwendet worden (Falke, S. 108). Wahrscheinlich waren sie für religiöse Zwecke hergestellt worden und möglicherweise zur Aufbewahrung von Messwein oder Weihwasser verwendet worden. In der "Grooten Kerk" in Kapstadt wurde eine Kanne mit der Auflage der Kreuzigung, datiert 1671, 200 Jahre als Abendmahlkanne verwendet. (Abb. bei Kessler). Bereits in Siegburg wurde diese Darstellung verwendet, wie z.B. auf einer Schnelle im Versteigerungskatalog Oppenheim 1917 und auf einem Trichterhalskrug im Museum Trier, Kat. Nr. 279. Im Versteigerungskatalog Dümler von 1914 befindet sich mit Nr. 333 ein Birnbauchkrug mit der Auflage der Kreuzigung.

Der hier vorgestellte Krug wird auf Vorder- und Seitenflächen in je einen, fast die ganze Höhe des Körpers einnehmende gleich große Kreise unterteilt. Im Zentrum dieser Kreise befindet sich die Auflage mit der Kreuzigung und den trauernden Frauen. Diese ist eingefasst in ein Achteck von 6,5 cm Höhe und 5,5 cm Breite. Umfasst wird dieses Achteck von eingeritzten Schleifen, die dem Ganzen ein sternförmiges Aussehen geben. Der diesen Stern umfassende Kreis wird von kleinen Rosettenstempelauflagen gebildet. Die Dekorationselemente Kreuzigung, Rosetten und florale Stempel in dem Zwickel sind grau belassen, die glatten Flächen sind blau und violett ausgemalt. Der zylindrische Hals wird von zwei blau ausgemalten Kehlen und einen Wulst abgestuft, die Lippe ist glatt.

Der profilierte Henkel ist am unteren Ansatz schneckenförmig eingerollt, was jedoch von einer Reparatur mit Zinn überdeckt ist. Die Standfläche ist fußähnlich abgesetzt. Der Krug hat einen von der Lippe ausgehenden bis zur Schulter reichenden dünnen Riss und an der Lippe leichte Abplatzungen

Material/Technique

Steinzeug, grauer Scherben, salzglasiert, Kobalt- und Manganbemalung, frei gedreht

Measurements

Höhe: 20 cm, größter Durchmesser: 14 cm

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Keywords

Object from: Keramikmuseum Westerwald

Bis in die Zeit der Urnenfeldkultur, etwa ab 1.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung, lässt sich die Tradition des Töpferhandwerks in dieser Region, ...

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[Last update: 2017/06/07]

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