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Mülhofener Hütte

Durch die topografische Lage im engen Sayntal waren die Möglichkeiten einer weiteren räumlichen Expansion der Sayner Hütte an diesem Ort nicht mehr gegeben. Man entschloss sich daher für den Bau einer neuen Hütte an einem anderen Standort, nämlich in Mülhofen am Rhein, unmittelbar am Schiffslandekopf der Sayner Hütte. Durch den Fahrweg, der zwischen Landekopf und Sayner Hütte bestand, war die Mülhofener Hütte zudem perfekt mit Sayn verbunden . In den Jahren 1855/1856 wurde die Mülhofener Hütte nach den Plänen von Carl Ludwig Althans errichtet. Aufgrund der flachen Topografie am Rhein wurde direkt neben dem Hochofen, in einem steinernen Turm, ein Gichtaufzug gebaut, der über eine eiserne Brücke mit der Hochofengicht verbunden war. Hier realisierte Carl Ludwig Althans sein bereits 1824 entwickeltes Konzept eines Hochofens aus Gusseisen. Im Grundriss bildete der Hochofen mit dem Gichtturm die Mitte, flankiert von niedrigen, eingeschossigen Gebäuden für Gießhalle, Gebläsemaschinen, Flammöfen, Werkstatt usw. Neben der Hütte entstand zudem ein zweigeschossiges Gebäude mit Büros und Wohnung des Hüttenverwalters. Albert Heinrich Althans, Sohn von Carl Ludwig Althans, war Bauaufseher und stellvertretender Bauführer der Hochofenanlage, wurde dann deren Obermeister und ab 1865 Betriebsführer und Direktor des Hüttenwerks, das er bis zu seinem Tod 1894 leitete. Mit dem Kauf der Sayner Hütte 1865 begann das unternehmerische Engagement der Firma Krupp am Mittelrhein und im westlichen Westerwald. Der Vertrag umfasste neben der Sayner Hütte auch die Mülhofener Hütte, den Oberhammer im Sayntal sowie im benachbarten Westerwald die Gruben Louise, Georg und Friedrich Wilhelm. 1870 erwarb Krupp in Bendorf die Grube Vierwinde und ein Jahr später im benachbarten Neuwied die Hermannshütte. Krupp hat die Standorte modernisiert und den wechselnden ökonomischen Notwendigkeiten angepasst. Dazu gehörte auch der Ausbau der sozialen Einrichtungen wie z. B. Verkaufsstellen der Konsumanstalt oder der Wohnungsbau für die Mitarbeiter. Krupp hat sich schrittweise aus der Region zurückgezogen und die Aktivitäten aufgegeben, doch deren Spuren prägen bis heute die Landschaft.Nach einem weiteren Rationalisierungsschub in den zwanziger Jahren und insbesondere dem Anblasen des modernen Hüttenwerks Borbeck in Essen wurde die Mülhofener Hütte im Juni 1930 stillgelegt. Auf dem Gelände ist seit 1934 der Stammsitz der 1927 gegründeten Kann GmbH Baustoffwerke. Ein Schornstein und einige Mauern erinnern noch an die Krupp’sche Zeit. Die Schlackenhalde auf dem Hüttengelände wurde ab 1935 abgetragen, um die Manganreste zu verwerten; das Verwaltungsgebäude wurde in ein Wohnhaus umgewandelt.


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MülhofenMülhofener Hütte
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