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Burg Trausnitz (Landshut)

Die oberhalb Landshuts gelegene und schon von weitem sichtbare Burg wird erst seit dem 16. Jahrhundert "Trausnitz" genannt. Bis dahin führte sie den gleichen Namen wie die Stadt selbst. Demnach sollte die Burg dem Land "Behütung" und Schutz gewähren. Bereits unter Ludwig dem Kelheimer, dem Gründer von Burg und Stadt Landshut im Jahr 1204 und einer wichtigen historischen Persönlichkeit zur Zeit der Kreuzzüge, war die Wittelsbacher Stammburg bis zu den Ausmaßen der heutigen Kernburg herangewachsen. Im Jahr 1235, als Kaiser Friedrich II. zu Gast in Landshut weilte, war die Burg im Wesentlichen fertiggestellt. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts stellte die Trausnitz nicht nur ein Zentrum der Reichspolitik, sondern auch der staufischen Kultur dar. So weilten mehrere Minnesänger, unter anderem auch Walther von der Vogelweide und Tannhäuser, auf der Burg. Von 1255 bis 1503 war die Burg Residenz und Regierungssitz der Herzöge von Niederbayern. Noch heute wird im Vierjahresturnus die "Landshuter Hochzeit" gefeiert, die Ludwig der Reiche zur Vermählung seines Sohnes Georg mit der polnischen Königstochter Hedwig 1475 ausrichtete. Herzog Ludwig X. von Bayern, der seit 1516 als Mitregent seines Bruders und Statthalter in Landshut residierte, ließ die Burg zunächst noch in spätgotischem, später dann im Stil der Renaissance ausstatten. Leider haben sich aus dieser Zeit nur wenige Zeugnisse erhalten. Herzog Wilhelm V., 1548 in Landshut geboren, verbrachte 1568-1579 seine Erbprinzenzeit auf der Burg Trausnitz. Hier scharte er eine große Zahl bedeutender Künstler, Musiker und Komödianten um sich. Damals entstanden auf der Trausnitz die bedeutenden Wandgemälde im Stil des Florentiner Manierismus, die bei einem verheerenden Brand im Jahr 1961 zum großen Teil verloren gegangen sind. Den ausgeprägten barocken Repräsentationsvorstellungen genügte die Burg Trausnitz schließlich nicht mehr. Sie wurde im 18. Jahrhundert unter anderem als Kaserne und Gefängnis für adelige Gefangene genutzt; 1762 wurde eine Wollzeug- und Seidenmanufaktur eingerichtet. Im beginnenden 19. Jahrhundert diente die Burg dann als Kaserne und Lazarett, ab 1831 als Cholerahospital. Ab 1869 wurde im 2. Obergeschoss des Fürstenbaus ein repräsentatives Absteigequartier für König Ludwig II. eingerichtet, dass er jedoch nie benutzt hat. Seit dem 18. Jahrhundert befand sich hier auch die kurfürstliche Rentamtsregistratur, aus der sich später das Staatsarchiv für Niederbayern entwickelte. Bei einem verheerenden Brand am 21. Oktober 1961 wurden große Teile des Fürstenbaus zerstört, die Burg nachfolgend aufwendig restauriert und wiederhergestellt.


Latitude48.531683471775
Longitude12.151860594749
LandshutBurg Trausnitz (Landshut)
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